Entwaldung der Erde

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Wissenschaftler der University of Maryland haben Satellitenaufnahmen der Erde gesammelt und mit Hilfe der Google Earth Engine aufbereitet. Herausgekommen ist die erste detaillierte Übersicht über den Verlust von Waldflächen auf der Erde in den Jahren 2000 bis 2012. In diesem Zeitraum gingen Bäume auf einer Gesamtfläche von 2,3 Millionen Quadratkilometern verloren, während 0,8 Millionen Quadratkilometer Wald hinzukam, schreiben die Forscher im Fachblatt Science. 
 


Die roten Flächen zeigen den Waldverlust von 2000 bist 2012 an Vergrößern
Bild: earthenginepartners.appspot.com Das Team um Professor Matthew Hansen hat für die Übersichtskarte 650.000 Bilder verwendet, die von den Landsat-Satelliten aufgenommen wurden. Berücksichtigt wurden Bäume mit einer Mindestgröße von 5 Metern. Die Ursachen für den Waldverlust sind vielfältig und können natürliche sein wie Baumkrankheiten, Stürme, Feuer und andere. Den größten Anteil haben aber die Menschen, was besonders an den Waldverlusten in den Tropen deutlich wird.

In Brasilien war die Fläche des jährlich gerodeten Urwalds seit 2004 stetig zurückgegangen. Waren es damals noch 27.000 Quadratkilometer, schrumpfte die Zahl bis 2011 auf 6400 Quadratkilometer; von August 2011 und Juli 2012 gingen 4570 Quadratkilometer Wald verloren. Von August 2012 bis Juli 2013 hat die Rodung allerdings wieder zugenommen. 5800 Quadratkilometer wurden in dem Zeitraum entwaldet. (anw)

Quelle: heise.de

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